Natürlich ist sowas wieder ein Projekt, wo sich die klugen und International erfahrenen Jesuiten nicht von den Deutschen korrupten Politikern nicht ins Real Geschäft rein reden lassen!
Die wenigen echten Projekte im Albanischen Raum, haben sich alle frühzeitig von den kriminell agierenden Horden aus der Politik und der GTZ distanziert und machen einfach die Dinge, welche vor Ort als real, praktikabel und machbar angesehen werden.
Grund Voraussetzung im Albanischen Raum ist für Erfolg, das man sich nicht mit korrupten Politikern zum Caffee trinken überhaupt erstmal an einen Tisch setzt. Klare Distanz und Linie wird gefragt und nicht mehr!
Aber so lange die Lobby Verbände, welche eng mit der GTZ agieren, nur als Bestechungs Organisationen auftreten, wird es mit dieser Art von kriminellen Politikern und Strukturen niemals eine Zukunft für die Region geben.
Mühevolle Arbeit an der Bildung des Kosovo
Vor einem Tag
Prizren (AFP) — Pater Walter Happel wippt ungeduldig auf den Füßen hin und her. Wieder ein Junge, den seine Lehrerin aus dem Strom der Schüler ziehen muss. Er hat die gelbe Krawatte seiner Schuluniform nicht umgebunden, unter dem strengen Blick des Direktors muss er das jetzt nachholen. „Wir müssten keine Uniform hier haben. Aber durch so kleine Dinge bringt man in dieses chaotische Land ein bisschen Ordnung.“ Im Frühjahr 2004 hat sich der aus Worms stammende Jesuit auf das Abenteuer Kosovo eingelassen. Wo damals nur ein Maisfeld war, steht jetzt ein Gymnasium, das vom Ruf her bereits als das beste in der vor der Unabhängigkeit stehenden Region gilt.
Für das Auswärtige Amt ist das, was da mit Millionen-Spenden aus Deutschland unter den Fittichen des 62 Jahre alten Missionars entstanden ist, ein „Leuchtturmprojekt„. Berlin hat seine zur Deutschausbildung ins Kosovo entsandten Lehrer inzwischen von allen anderen Schulen abgezogen und an das Loyola-Gymnasium nahe Prizren geschickt. 500 Schüler bekommen dort eine Schulbildung, die vom Niveau nicht weit von der deutschen entfernt ist. Der zwölfjährige Robert kann sogar keinen Unterschied erkennen: Seine Eltern sind mit ihm im vergangenen Sommer aus Bielefeld, wo Robert auch zum Gymnasium ging, in ihre Heimat Kosovo zurückgegangen. „Das war nicht schwerer als hier.“
Dabei gibt es etliche Widrigkeiten. Das klamme Bildungsministerium zahlt bisher nicht den versprochenen Anteil an den Lehrergehältern, eifersüchtige Kinder aus den Nachbardörfern drohen den Loyola-Kindern. Und obwohl den umtriebigen Pater die Kosovo-Albaner mit ihrer stoischen Ruhe zur Weißglut bringen, macht er weiter.
Ein bisschen streng sei er ja, der deutsche Missionar, stöhnen Diana, Drilona, Bardh und Rajamond. Sie leben im Internat der Schule und verbringen den ganzen Tag auf dem eingezäunten Gelände: Nach dem Unterricht und Mittagessen folgt ein bisschen Freizeit, dann die Studium genannte Hausaufgabenbetreuung und AGs. Nach dem Abendessen dürfen sie einmal die Woche einen Film gucken, an anderen Abenden ist Sport oder sind wieder AGs. Das straffe Programm wirkt wie eine Kopie des Ablaufs im über 400 Jahre alten Jesuiten-Kolleg St. Blasien im Schwarzwald, wo Happel zwölf Jahre Direktor war.
In perfektem Deutsch schwärmen die vier 17-Jährigen dennoch von ihrer Schule. Kein Wunder: Ist es an den staatlichen Schulen wegen fehlender Lehrer und Räume doch üblich, dass im Schichtsystem unterrichtet wird. Bis zu vier Schichten bis spät am Abend gibt es. Mit kleinen Zahlungen an die unterbezahlten Lehrer, so berichten die Schüler, können die Noten aufgebessert werden. Im Loyola-Gymnasium dagegen wird nur aufgenommen, wer einen Aufnahmetest besteht, die Lehrer erhalten ein Mehrfaches des üblichen Gehalts. Diana, Drilona, Bardh und Rajamond wollen später mit ihrem Abi zuerst im Ausland studieren und dann in das Kosovo zurück: „Wir sind diejenigen, die das Land in Schwung bringen müssen“, sagt Raymond. **
Auf die Schüler, die irgendwann mal auf dem Loyola-Gymnasium Abitur machen, hofft auch Rexhep Bajrami. Nach 20 Jahren in Deutschland ist er im Herbst wieder ins Kosovo zurück gegangen, für die Europäische Initiative Kosovo. Die wurde von sieben Exil-Kosovo-Bürgern um den Schriftsteller Beqe Cufaj in Deutschland gegründet. Eine Zeitschrift haben sie veröffentlicht und in Pristina im Dezember eine europäische Bibliothek mit 1500 Büchern gegründet. Alles mit dem Ziel, intellektuelle Defizite in ihrem Heimatland zu beheben.
„Drei bis vier Besucher“ habe die Bibliothek am Tag, sagt Bajrami. „Das ist schon ein guter Anfang.“ Oft gibt es weder Strom noch Heizung in dem Raum, das Lesen wird da im Winter zur körperlichen Herausforderung. Die Versuche, mit den Abgeordneten des zum Teil als korrupt verschrieenen Kosovo-Parlaments auch über ihre in Deutschland gemachten Erfahrungen mit Bürgerbeteiligung oder dem Kampf gegen Korruption zu reden, wurden bisher mit vertröstenden Worten abgewehrt. Doch wie Happel will auch Bajrami sich nicht unterkriegen lassen. „Wir bauen hier an der Zukunft des Kosovo.“
http://afp.google.com/article/ALeqM5g4ZT…xoOI-ggRBKx6lAg
** Das sind Alles bekannte Vorgehensweisen, wie man es richtig macht